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Was kostet eine Webseite für Handwerker? Preise, Modelle und versteckte Kosten erklärt

Von Tino Riethausen, Gründer von LocalWorker8 Min. Lesezeit
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Du möchtest für deinen Handwerksbetrieb eine professionelle Website erstellen lassen und fragst dich, welcher Preis angemessen ist? Beim Vergleichen stolperst du schnell über Angebote, die kaum vergleichbar sind: Ein Baukasten kostet monatlich einen kleinen Betrag, eine Agentur verlangt mehrere tausend Euro und manche Anbieter bauen eine Website gegen laufende Betreuungskosten.
Die ehrliche Antwort auf die Frage „Was kostet eine Webseite für Handwerker?“ lautet: Es hängt nicht nur davon ab, wie viele Seiten du bekommst. Entscheidend sind Leistungsumfang, Texte, Suchmaschinenoptimierung, Hosting, Wartung, Nutzungsrechte und die Frage, wer später Änderungen übernimmt. Ein günstiger Einstieg kann sinnvoll sein; ein hoher Einmalpreis garantiert aber genauso wenig gute Kundenanfragen wie ein niedriger Monatspreis.
In diesem Ratgeber lernst du, welche Preismodelle es gibt, wie du Angebote fair vergleichst und worauf du achten solltest, bevor du unterschreibst.

1. Drei typische Modelle für deine Handwerker-Website

Website selbst bauen

Mit einem Website-Baukasten kannst du Gestaltung und Inhalte selbst übernehmen. Dafür zahlst du in der Regel laufende Gebühren und investierst eigene Arbeitszeit. Wenn du gern am Computer arbeitest, nur wenige Leistungen anbietest und zunächst eine einfache Präsenz brauchst, kann das funktionieren.
Unterschätze allerdings die Arbeit nicht: Texte, passende Bilder, Kontaktformular, Mobilansicht, Suchmaschinenoptimierung, Domain, E-Mail, Datenschutz und regelmäßige Pflege müssen trotzdem erledigt werden. Die Kosten im Vertrag sind deshalb nicht automatisch die Gesamtkosten.

Website einmalig erstellen lassen

Bei einem klassischen Agenturprojekt bezahlst du die Konzeption, Gestaltung und Umsetzung meist als Einmalauftrag. Der Preis hängt stark vom Umfang ab: Eine kleine Informationsseite ist etwas anderes als eine Website mit vielen Leistungsseiten, individuellen Funktionen oder mehreren Standorten.
Kläre vorab, wer nach der Übergabe Hosting, Domain, Updates und inhaltliche Änderungen bezahlt. Frage außerdem, ob du Zugang zum System bekommst und ob die Website bei einem Anbieterwechsel technisch und rechtlich sauber übergeben werden kann. „Einmal bezahlt“ heißt nicht automatisch „keine Folgekosten“.

Website als monatlich betreutes Paket

Bei einem Betreuungsmodell verteilt sich die finanzielle Belastung über monatliche Zahlungen. Dafür können Erstellung, technische Betreuung und weitere Leistungen im Paket enthalten sein. Für kleine Betriebe ist das attraktiv, wenn sie sich nicht selbst um die Technik kümmern möchten.
Aber auch hier zählt der Vertrag: Gibt es eine Mindestlaufzeit? Was ist bei Änderungen inklusive? Wie werden zusätzliche Leistungsseiten berechnet? Was passiert mit Domain und Website nach der Kündigung? Diese Fragen sind wichtiger als der beworbene Einstiegspreis allein.

2. Welche Leistungen sollten im Preis enthalten sein?

Ein professionelles Website-Angebot ist mehr als ein schönes Layout. Die folgenden Bestandteile verdienen Aufmerksamkeit:
Planung und Seitenstruktur: Der Anbieter sollte deine Leistungen, Zielgruppen und Einsatzgebiete verstehen. Nur dann lassen sich Startseite, Leistungsseiten und Kontaktwege sinnvoll ordnen. Texte: Es muss klar sein, wer Inhalte erstellt und ob sie individuell für deinen Betrieb geschrieben werden. Mobiloptimierung: Die Website muss auf Smartphones zuverlässig funktionieren. Domain und Hosting: Prüfe, wem die Domain gehört und wer die laufenden Gebühren trägt.
SEO-Grundlagen: Dazu zählen verständliche URLs, sinnvolle Überschriften, geeignete Seitentitel, technische Indexierbarkeit und die klare Darstellung deiner Leistungen. Kontaktfunktionen: Telefonbutton, Formular und gegebenenfalls Karten oder Terminoptionen müssen funktionieren. Rechtliche Inhalte: Impressum und Datenschutzhinweise müssen auf deine tatsächliche Konfiguration abgestimmt sein. Wer sie erstellt oder rechtlich prüft, sollte eindeutig geregelt sein. Wartung: Sicherheitsupdates, technische Betreuung und Änderungen sind keine Nebensache.
Achte auf Formulierungen wie „SEO inklusive“. Frage nach den konkreten Maßnahmen. Eine einmalig angelegte Meta Description ist nicht dasselbe wie laufende SEO-Betreuung mit Analyse und Optimierung.

3. Welche Kosten entstehen nach der Erstellung?

Bei einer Website können monatliche oder jährliche Ausgaben anfallen, auch wenn der Bau längst bezahlt ist. Typisch sind Domain, Hosting, E-Mail-Postfächer, Wartung, Lizenzen und gegebenenfalls zusätzliche Dienstleistungen.
Wenn du eine Agentur beauftragst, können Änderungen gesondert berechnet werden. Eine neue Leistungsseite benötigt gegebenenfalls Recherche, Text, Layout, Bilder und interne Verlinkungen. Auch die Pflege rechtlicher Inhalte oder die Einbindung externer Dienste kann zusätzlichen Aufwand erzeugen.
Beispielrechnung, rein illustrativ: Ein einmaliges Projekt kostet angenommen 2.000 €. Dazu kommen beispielhaft 25 € monatlich für Hosting und technische Betreuung. Nach 24 Monaten ergeben sich 2.600 €, sofern keine weiteren Leistungen gebucht werden. Ein anderes Modell für beispielsweise 59 € im Monat ergibt über denselben Zeitraum 1.416 € – allerdings nur dann einen fairen Vergleich, wenn Leistungsumfang, Laufzeit, Nutzungsrechte und enthaltene Betreuung vergleichbar sind. Diese Beispielpreise sind keine allgemeingültigen Marktmittelwerte.
Der richtige Vergleich lautet nicht „einmalig oder monatlich?“, sondern: Welche Kosten und welche Leistungen entstehen über den Zeitraum, in dem du die Website nutzen möchtest?

4. Warum die Zahl der Unterseiten den Preis beeinflusst

Ein Handwerker mit einer klaren Dienstleistung benötigt möglicherweise nur eine überschaubare Website. Wer dagegen Fenster, Türen, Rollläden und Reparaturen anbietet, hat mehrere eigenständige Themen. Für wichtige Leistungen sind unterschiedliche Unterseiten sinnvoll, weil Kunden andere Fragen stellen und bei Google anders suchen.
Das heißt nicht, dass jeder Stadtname eine eigene Seite braucht. Zusätzliche Seiten verursachen Aufwand und sollten eigene Informationen enthalten. Eine Seite über Fenstermontage kann andere Fragen beantworten als eine über Türmontage. Zehn nahezu identische Seiten für zehn Nachbarorte bringen dagegen nicht automatisch zehnmal so viel Sichtbarkeit.
Frage beim Angebot deshalb nicht nur: „Wie viele Seiten bekomme ich?“, sondern: „Welche Suchintention erfüllt jede Seite und wie unterstützt sie eine Anfrage?“ Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber Ortsseiten und Leistungsseiten.

Dein Betrieb soll bei Google besser gefunden werden?

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5. Was ist bei einer SEO-optimierten Handwerker-Website anders?

Eine reine digitale Visitenkarte zeigt Kontaktdaten und vielleicht einige Bilder. Eine auf Kundengewinnung ausgelegte Website geht weiter: Sie beschreibt deine wichtigsten Leistungen nachvollziehbar, zeigt deinen tatsächlichen Einsatzbereich und beantwortet Fragen, die vor einer Beauftragung entstehen.
Ein Betrieb, der Fenster montiert, sollte beispielsweise erläutern, ob Austausch im Altbau möglich ist, wie die Besichtigung abläuft und wie Interessenten ein Angebot erhalten. Wenn die Website dagegen nur „Willkommen bei Ihrem zuverlässigen Partner“ sagt, fehlt ein großer Teil dieser Informationen.
Suchmaschinenoptimierung beginnt also bei der Inhalts- und Seitenplanung, nicht beim nachträglichen Einfügen möglichst vieler Keywords. Eine gute Website muss außerdem indexierbar und technisch sauber sein. Wenn du verstehen möchtest, wie das funktioniert, lies den Artikel SEO für Handwerker.

6. Woran erkenne ich ein seriöses Angebot?

Lass dir vor der Beauftragung erklären, was der Anbieter konkret liefert. Besonders wichtig sind Seitenumfang, Zeitplan, Korrekturschleifen, Bild- und Textrechte, Hosting, Domain, Zugangsdaten, laufende Gebühren und die Regelung bei Vertragsende.
Ein seriöser Anbieter verspricht keine garantierte Position eins bei Google. Er kann erklären, welche SEO-Maßnahmen vorgesehen sind, aber nicht verbindlich bestimmen, wie Google die Website später einordnet. Skeptisch solltest du auch werden, wenn alle Branchen dieselben austauschbaren Texte bekommen oder der Anbieter nicht sagen kann, welche Inhalte du tatsächlich benötigst.
Bitte um Beispiele vergleichbarer Websites. Teste die Mobilansicht und die Kontaktmöglichkeiten selbst. Eine schöne Desktop-Grafik in einer Präsentation sagt noch wenig darüber aus, wie der Internetauftritt im Alltag funktioniert.

7. Beispiel: Was bietet LocalWorker für kleine Dienstleister?

Bei LocalWorker gibt es ein betreutes Einstiegsmodell für lokale Dienstleister. Zum Zeitpunkt dieser Textfassung wird auf der Website das LocalWorker Starter Paket mit 59 € pro Monat und drei Monaten Mindestlaufzeit beschrieben. Dort werden unter anderem Startseite, Kontakt- und Rechteseite, Domain, Hosting, E-Mail-Adresse, Texte, SEO-Grundlagen und persönliche Betreuung genannt. Zusätzliche Seiten können gesondert hinzukommen. Verbindlich sind immer die aktuellen Vertrags- und Angebotsbedingungen auf der Website.
Dieses Modell richtet sich an Betriebe, die einen professionellen Online-Auftritt möchten, ohne alle technischen Aufgaben selbst zu übernehmen. Es ersetzt aber nicht die individuelle Prüfung, ob du mit einer kleinen Website beginnst oder für dein Leistungsspektrum eine umfangreichere Struktur brauchst.
Ein Betrieb mit einer Leistung und einem kleinen Einzugsgebiet benötigt etwas anderes als ein Unternehmen, das in mehreren Städten zahlreiche unterschiedliche Leistungen anbietet. Deshalb lohnt sich die Frage nach deinem konkreten Ziel: Willst du lediglich online erreichbar sein oder systematisch Anfragen für bestimmte Leistungen gewinnen?

Häufige Fragen zu den Kosten einer Handwerker-Website

Ist eine monatliche Website günstiger als eine Agentur-Website?

Nicht pauschal. Vergleiche die Gesamtkosten über einen realistischen Zeitraum und den enthaltenen Umfang. Eine monatliche Lösung kann den Einstieg erleichtern, eine Einmallösung mehr Kontrolle bieten – beides hängt vom Vertrag ab.

Welche laufenden Kosten fallen bei einer Website an?

Je nach Modell Domain, Hosting, E-Mail, Wartung, Lizenzen und Änderungsleistungen. Frage nach einer vollständigen Kostenübersicht, nicht nur nach dem Preis für die Erstellung.

Brauche ich als Handwerker eine Website mit vielen Unterseiten?

Nur dann, wenn unterschiedliche Leistungen oder Themen eine eigene Behandlung verdienen. Entscheidend ist nicht eine möglichst große Seitenzahl, sondern die Qualität und Relevanz der einzelnen Inhalte.

Kann eine Website mir neue Kunden garantieren?

Nein. Eine Website kann Sichtbarkeit und Anfragen unterstützen, aber keine feste Auftragszahl garantieren. Region, Wettbewerb, Angebot, Preis und deine Reaktionszeit beeinflussen das Ergebnis ebenfalls.

Fazit: Der richtige Website-Preis hängt vom Geschäftsmodell ab

Eine Handwerker-Website sollte nicht möglichst billig oder möglichst umfangreich sein. Sie sollte die richtigen Leistungen erklären, professionell wirken und Interessenten den Kontakt erleichtern. Vergleiche deshalb Gesamtkosten, Leistungen, Flexibilität und Betreuung statt einzelner Werbepreise.
Du möchtest wissen, welches Website-Modell für deinen Betrieb sinnvoll ist? Sieh dir die aktuellen LocalWorker-Pakete an und prüfe, welche Leistungen für dein Unternehmen wirklich notwendig sind.

Über den Autor

Tino Riethausen

Gründer von LocalWorker

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